Projekt IWoK – Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung

Projekt IWoK ist in Bayern bisher einzigartig. Vier Frauen mit komplexen Behinderungen führen in der Kleinstadt Klingenberg ein möglichst selbstbestimmtes Leben – also ein Leben fast wie andere junge Menschen nach dem Auszug aus dem Elternhaus.

Inklusion ist kein Luxus sondern ein Grundrecht.

Modellprojekt

Da die Wohngemeinschaft ordnungsrechtlich nicht eindeutig positioniert werden konnte, wurde sie als Modellprojekt eingeordnet. Dazu bedarf es einer wissenschaftlichen Begleitung, die die Universität Würzburg, Lehrstuhl für Pädagogik bei geistiger Behinderung übernommen hat. Die Kosten für die 3-jährige wissenschaftliche Begleitung trägt das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Barbara Stamm († 2022), Landtagspräsidentin a.D. und Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Seit Juni 2022 ist Projekt IWoK im Steuerungskreis des Projekts ‚Inklusives Wohnen in Bayern stärken‘.

Finanzierung der Wohngemeinschaft

Die Bewohnerinnen erhalten zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes und der Miete Grundsicherung. Für die Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege wurde beim zuständigen Kostenträger ein trägerübergreifendes persönliches Budget beantragt, in dem Leistungen zur Teilhabe, der Pflegeversicherung und evtl. der Krankenversicherung zusammengeführt werden. Die individuellen Betreuungsleistungen werden von einem Team der Lebenshilfe Miltenberg bedarfsgerecht erbracht. Alle Frauen besuchen weiterhin die Tagesförderstätte, die sie auch von ihrem bisherigen Zuhause aus besucht haben.

Organisationsform der Wohngemeinschaft

Um die Rechtsbeziehungen innerhalb der Wohngemeinschaft zu regeln, haben die vier behinderten Frauen – gesetzlich jeweils vertreten durch ihre Mütter – eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.


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