Projekt IWoK ist in Bayern bisher einzigartig. Vier Frauen mit komplexen Behinderungen führen in der Kleinstadt Klingenberg ein möglichst selbstbestimmtes Leben – also ein Leben fast wie andere junge Menschen nach dem Auszug aus dem Elternhaus.
Inklusion ist kein Luxus sondern ein Grundrecht.

Modellprojekt
Da die Wohngemeinschaft ordnungsrechtlich nicht eindeutig positioniert werden konnte, wurde sie als Modellprojekt eingeordnet. Dazu bedarf es einer wissenschaftlichen Begleitung, die die Universität Würzburg, Lehrstuhl für Pädagogik bei geistiger Behinderung übernommen hat. Am 18. September 2025 wurden die Forschungsergebnisse zu Projekt IWoK im Rahmen einer Veranstaltung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg präsentiert und veröffentlicht: Abschlussbericht Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung – IWoK (Download auf der Seite der Universität Würzburg)
Finanzierung der Wohngemeinschaft
Die Bewohnerinnen erhalten zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes und der Miete Grundsicherung. Für die Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege wurde beim zuständigen Kostenträger ein trägerübergreifendes persönliches Budget beantragt, in dem Leistungen zur Teilhabe, der Pflegeversicherung und evtl. der Krankenversicherung zusammengeführt werden. Die individuellen Betreuungsleistungen werden von einem Team der Lebenshilfe Miltenberg bedarfsgerecht erbracht. Alle Frauen besuchen weiterhin die Tagesförderstätte, die sie auch von ihrem bisherigen Zuhause aus besucht haben.
Organisationsform der Wohngemeinschaft
Um die Rechtsbeziehungen innerhalb der Wohngemeinschaft zu regeln, haben die vier behinderten Frauen – gesetzlich jeweils vertreten durch ihre Mütter – eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.
Neueste Blogbeiträge
- Bericht in der Süddeutschen über Projekt IWoK
Samstagvormittag in einer Erdgeschosswohnung in Klingenberg bei Aschaffenburg. Draußen fallen die ersten Schneeflocken. Aus einem Lautsprecher singt Michael Jackson „We are the world, we are the children.“ Auf dem Tisch stehen Pizzakartons, jemand lacht. Annika Rosenberger kaut genüsslich Pizza, die ihre Mutter ihr in den Mund geschoben hat. Zusammen mit ihren drei Mitbewohnerinnen wohnt sie seit Mai 2021 in der Wohngemeinschaft „Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung“ (IWoK) – in einer barrierefreien Vierzimmerwohnung mit Wohnküche und Bädern, mitten in Klingenberg-Trennfurt. Dass Annika Rosenberger heute hier leben kann, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern das Ergebnis eines langen Kampfes, den ihre Mutter geführt … Weiterlesen … - Bericht über die Wohngemeinschaft IWoK
Seit 2021 leben vier schwerbehinderte Frauen selbstbestimmt in einer Wohngemeinschaft, die von der Universität Würzburg und der evangelischen Hochschule Darmstadt wissenschaftlich begleitet wurde. Die Bewohnerinnen zeigen hohe Lebensqualität und Zufriedenheit. Um das erfolgreiche Projekt weiterzuführen, werden feste sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Den kompletten Bericht von Bettina Kneller gibt es im Main-Echo. Folgen: - Abschlussfeier mit Veröffentlichung des Forschungsberichts zu Projekt IWoK
Drei Jahre lang begleitete das Forschungsprojekt IWoK (Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung) vier Frauen mit hohem Unterstützungsbedarf, ihre Angehörigen und Assistenzkräfte in einer neu gegründeten Wohngemeinschaft. Im Fokus stand eine zentrale Frage: Wie kann personenzentrierte Wohnhilfe volle Teilhabe, Wirksamkeit und Gleichberechtigung im Alltag ermöglichen? Am 18. September 2025 wurden die Forschungsergebnisse zu Projekt IWoK im Rahmen einer Veranstaltung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg präsentiert und veröffentlicht. Abschlussbericht Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung – IWoK (Download auf der Seite der Universität Würzburg) Die Veranstaltung zur Vorstellung der Forschungsergebnisse wurde durch Grußworte von Prof. Dr. Andrea Kübler (Fakultät für Humanwissenschaften JMU), Elisabeth Rieber … Weiterlesen … - Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur für Fabian Riemen
Fabian Riemen hat den Wissenschaftspreis der Stiftung Leben pur erhalten. Seine Arbeit mit dem Titel „Teilhabegenerierende Parameter von Professioneller Assistenz für Menschen mit Komplexer Behinderung“ hat die Jury überzeugt. Der Wissenschaftsrat würdigte das Forschungsprojekt „Was darf ich Dir geben?“ Vernetzungs- und Teilhabequalität beim Inklusiven Wohnen mit komplexer Behinderung (IWoK-Projekt) mit dem Wissenschaftspreis. Der Wissenschaftsrat habe sich für diese Arbeit entschieden, so Lea Höfer, wissenschaftiche Mitarbeiterin der Stiftung Leben pur, „da das Projekt mit einem innovativen Ansatz – vier Frauen mit komplexer Behinderung leben zusammen in einer WG – zur Verbesserung der Lebensqualität von dieser Zielgruppe beiträgt“. Quelle: Stiftung Leben pur … Weiterlesen …
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