Samstagvormittag in einer Erdgeschosswohnung in Klingenberg bei Aschaffenburg. Draußen fallen die ersten Schneeflocken. Aus einem Lautsprecher singt Michael Jackson „We are the world, we are the children.“
Auf dem Tisch stehen Pizzakartons, jemand lacht. Annika Rosenberger kaut genüsslich Pizza, die ihre Mutter ihr in den Mund geschoben hat.
Zusammen mit ihren drei Mitbewohnerinnen wohnt sie seit Mai 2021 in der Wohngemeinschaft „Inklusives Wohnen mit Komplexer Behinderung“ (IWoK) – in einer barrierefreien Vierzimmerwohnung mit Wohnküche und Bädern, mitten in Klingenberg-Trennfurt.
Dass Annika Rosenberger heute hier leben kann, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern das Ergebnis eines langen Kampfes, den ihre Mutter geführt hat. Denn für Menschen mit Komplexer Behinderung wie Annika Rosenberger sind ambulant betreute Wohnformen nicht vorgesehen – die WG IWoK ist ein Einzelfall in Bayern.
Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung (Paywall).

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